Förderung


Auf dieser Seite werden alle geförderten Projekte dargestellt. Sie haben eine Idee für ein interessantes Projekt? Dann schreiben Sie uns eine Mail an  mail@chapterpsychologie.de.


Posterpreise 2018



Risiko in der Jugend - Safe Play oder All In? Auswirkung der Domäne auf Risikotendenz und Erwartungswertsensitivität im Jugendalter

Marina Berg, Helena Kilger & Simona Schäfer

Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass Jugendliche mehr Risiko eingehen als Kinder und Erwachsene. Im Verlauf dieser Entwicklung spielen verschiedene situative Randbedingungen eine große Rolle. Diese Studie untersucht die Auswirkung von Domänenunterschieden (Gewinn vs. Verlust) auf die Tendenz, Risiko einzugehen, und auf die Rationalität der Risikoentscheidungen (Erwartungswertsensitivität). Verglichen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einer adaptierten Version der CUPS Task (die Schatzsuche-Aufgabe), in der Domäne, Risiko und Erwartungswert unabhängig voneinander manipuliert werden können.

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Zusammenhang zwischen dopaminerger Aktivität im menschlichen Gehirn und der olfaktorischen Wahrnehmungsschwelle

Kathrin Bach, Sara Faradji, Elena Niebrandt & Annette Theresa Schnorbach

Viele Erkrankungen, wie beispielsweise M. Parkinson oder Schizophrenie sind zum einen mit einem gestörten Dopaminhaushalt, zum anderen aber auch mit Veränderungen in der Riechleistung assoziiert. In dieser Studie wurde erstmals ein direkter Zusammenhang zwischen dopaminerger Aktivität (DA), operationalisiert durch die Blinkrate (BR), und der Riechleistung, gemessen mittels einer sogenannten Sniffin’ Sticks-Testung, untersucht. Auch wenn die Testpower im Rahmen des empirischen Praktikums nicht ausreichte, um eine signifikante Korrelation zu finden, liefert diese Studie bereits vielversprechende Ansätze für weitere Forschung und Implikationen für die Praxis: so könnten beispielsweise Riechtestungen direkt zur Früherkennung von psychischen Krankheiten oder zur Identifikation möglicher Risikopatienten genutzt werden.

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Alexithymie und der Aufmerksamkeitsbias auf emotionale Gesichter in der Dot-Probe Task

Laura-Katharina Meyer, Carola Neuhäuser, Kim Petersen & Lisa Peuckmann

Alexithymie bezeichnet ein Defizit in der emotionalen Verarbeitung, das mit einer Vielzahl klinischer Störungen einhergeht. Die vorliegende Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Alexithymie und dem Aufmerksamkeitsbias auf emotionale (wütende und fröhliche) Gesichter in der Dot-Probe Task. Zwar zeigte sich ein signifikanter Aufmerksamkeitsbias auf fröhliche Gesichter, jedoch war weder der Bias auf fröhliche Gesichter, noch der Bias auf wütende Gesichter signifikant mit Alexithymie korreliert.

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Preise für innovative Abschlussarbeiten 2017



Die Vorhersage von Risikoverhalten – Eine Analyse der differentiellen Vorhersagekraft des mütterlichen und väterlichen Erziehungsstils

Franziska Lenau

Das Ziel dieser Studie war es zu überprüfen, ob Mütter und Väter in ihren Erziehungsstilen unterschiedlich zur Entwicklung von abweichendem Verhalten bei den Kindern beitragen. Da Erziehung subjektiv erlebt wird, wurde das Erziehungsverhalten sowohl durch die Eltern selbst als auch von den Kindern eingeschätzt und als Prädiktor für das abweichende Verhalten der Kinder betrachtet. Weil die Erziehung auf einen bestimmten Charakter des Kindes trifft, der auch genetisch bedingt ist, wurde in einer weiterführenden Betrachtung untersucht, inwiefern genetische Faktoren für das Zusammenspiel zwischen Eltern und Kindern eine Rolle spielen.



Zusammenhänge zwischen Recall-to-Reject und EKPs

Rudolf Siegel

In Paar-Assoziations-Aufgaben mit Wortpaaren zeigten sich unterschiedliche Befunde für rekombinierte Wortpaare auf der Ebene der ereigniskorrelierten Potentiale. Es wurde untersucht, ob diese Unterschiede auf einen Gedächtnisprozess namens Recall-to-Reject zurückgeführt werden können.



Akzeptanz computerbasierter Auswahlprozesse und der Einfluss von Computererfahrung, Computerselbstwirksamkeit und prozeduraler Information

Andromachi Fitili

Innovative Technologien bringen eine ständige Veränderung der Personalrekrutierungsprozesse mit sich und dabei ist die Reaktion und die Akzeptanz der Bewerber auf diese noch unbekannt. Daher untersucht diese Arbeit die Akzeptanz des virtuellen Interviews aus der Bewerbersicht, sowie den Einfluss von Computererfahrung, Computerselbstwirksamkeit und prozeduraler Information auf diese. Letztendlich bieten die Ergebnisse dieser Untersuchung Erkenntnisse über die Bewerberakzeptanz neuartiger, computerbasierter Auswahlprozesse, von welchen Unternehmen durch Berücksichtigung bei der Konstruktion ihrer Rekrutierungsprozesse profitieren können.


Posterpreise 2017



Hat Belohnung einen retroaktiven Einfluss auf Gedächtnisinhalte?

Kevin Müller, Hanna Stein & Sophia Wingen

Wir haben untersucht, ob Belohnung das Gedächtnis rückwirkend positiv beeinflussen kann. Mit Hilfe einer Münze und einem Ton haben wir eine Kategorie von Items, entweder Tierbilder oder Gegenstandsbilder positiv belegt. In einem Gedächtnistest am nächsten Tag haben wir dann überprüft, ob die belohnten Items, die die Probanden in einer vorherigen Phase gesehen haben, besser erinnert wurden.

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Von Milchtaxis und Flügeluhren. Ist es möglich durch Unitarisierung die Schlafkonsolidierung zu umgehen?

Sarah Gratz, Michelle Reiter & Yasmin Uyar

Mit unserem behavioralen Innerhalb-Versuchspersonen-Design untersuchten wir, ob unitarisierte Inhalte den Hippocampus und somit die Schlafkonsolidierung umgehen. Dabei fanden wir entgegen unserer Erwartung keine Interaktion für Encodierbedingung (Definition, Satz) und Retentionsintervall (Wach, Schlaf) in der Gedächtnisleistung über 24 Stunden. Weitere Forschung ist u.a. zur circadianen Abhängigkeit von Unitarisierungseffekten nötig, da wir an Tag 1 und 2 morgens signifikante Differenzen für die an Testzeitpunkt 1 relativierte Gedächtnisleistung zwischen den Encodierbedingungen Definition und Satz fanden.





Wie Emotionen durch Unitarisierung Vertrautheit beeinflussen

Johanna Dörr, Franziska Herrmann & Simone Noh

Untersucht wurde der Einfluss von (negativer) Emotion auf Gedächtnisprozesse im assoziativen Gedächtnis. Unitarisierung in der emotionalen Bedingung sollte zu größerer Vertrautheit führen als in der neutralen Bedingung. Der vertrautheitsbasierte Gedächtnisabruf sollte sich durch einen frühen Alt/Neu-Effekt zeigen.

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Posterpreise 2016



Können diese Augen lügen? Bewusste Gedächtnisunterdrückung im blickbasierten Tatwissenstest

Annika Conrad, Rebecca Eiswirth, Veronika Lazar & Annika Leib

Frühere Studien konnten zeigen, dass mithilfe des blickbasierte Tatwissenstest tatrelevantes Wissen aufgedeckt werden kann. Unsere Studie untersuchte die Möglichkeit dieses Tatwissen mithilfe des Think-/No-Think-Paradigmas aktiv zu unterdrücken und überprüft somit die Güte des blickbasierten Tatwissenstest.

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Einfluss der Emotionalität des Feedbacks auf das Lernen und die neuronale Feedbackverarbeitung

Christina Müller, Sina Kannengießer & Yuexin Cao

Grundlage für eine effiziente Verhaltensanpassung beim Lernen ist Feedback. Der Einfluss von Emotionen auf die Verarbeitung von positivem und negativem Feedback wurde bisher kaum untersucht. Ziel unseres Projekts war zu untersuchen, ob man mit emotionalem Feedback (Freude vs. Ekel) besser lernt als mit neutralem Feedback. Unsere Ergebnisse zeigen in der Tat schnellere Reaktionen zu Beginn des Lernens bei emotionalem als neutralem Feedback. Allerdings fanden sich keine Unterschiede zwischen den Bedingungen in der neuronalen Feedbackverarbeitung.

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Lernen mit Freude und Ekel: Wie wirkt sich emotionales Feedback auf das Lernen und die Fehlerverarbeitung aus?

Lynn Janzen, Leon Porsch & Frank Riepshoff

Unsere Empra-Gruppe hat sich mit der Wirkung von emotionalen Kontexten auf das menschliche Lernverhalten beschäftigt. Die Fragestellung war, wie sich emotionales Feedback auf die Probanden in einer Lernaufgabe auswirkt und dafür Antwortgenauigkeit, Reaktionszeiten sowie eine bestimmte Komponente im EEG erfasst, die Error-related-Negativity. Dieser negative Ausschlag wird im EEG sichtbar wenn Menschen Fehler machen und sollte in der emotionalen Bedingung grösser sein. Den erwarteten Effekt haben wir zwar nicht gefunden, dafür aber eine robuste ERN, was immerhin bedeutet, dass dieser Befund gut replizierbar ist.

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Preis für innovative Bachelorarbeiten 2016



Der Einfluss kognitiver Reserve auf Kontextverarbeitungsfähigkeiten bei älteren Menschen - behaviorale und neuronale Einsichten.

Chiara Schütz

Die Verarbeitung von Kontextinformation stellt eine grundlegende Fähigkeit des Menschen dar, die Voraussetzung für jedes zielgerichtete, willentliche Handeln ist. Im höheren Lebensalter führen Abbauprozesse zu Leistungseinbußen in dieser Fähigkeit sowie zu Veränderungen in entsprechenden Arealen im Gehirn, im speziellen zu funktionellen Veränderungen im dorsolateralen präfrontalen Cortex (DLPFC). Im Rahmen der Bachelorarbeit wird untersucht, ob hierbei eine hohe kognitive Reserve – darunter versteht sich eine allgemeine kognitive Kapazität, die jeder in unterschiedlichem Ausmaß über die Lebensspanne durch geistig stimulierende Aktivitäten aufbaut – solche altersbedingte Einbuße in Kontextverarbeitungsfähigkeiten und funktionellen Veränderungen im DLPFC abmildern kann, um vielmehr ein „erfolgreiches“ Altern zu ermöglichen.


Kontakt:

Prof. Dr. Jutta Kray

Tel: 0681/302-3876

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