Förderung


Auf dieser Seite werden alle geförderten Projekte dargestellt. Sie haben eine Idee für ein interessantes Projekt? Dann schreiben Sie uns eine Mail an  mail@chapterpsychologie.de.


Posterpreise 2020



Der Zusammenhang von Spinnenängstlichkeit und zeitlicher Aufmerksamkeit auf bedrohliche Stimuli

Toni Mattheis, Marius Bregulla & Laura Ludwig

In unserem Experiment untersuchen wir anhand eines Emotion-Induced-Blindness Paradigmas Unterschiede in der zeitlichen Aufmerksamkeit zwischen spinnenphobischen und nichtspinnenphobischen Probanden. In jedem Trial werden den Probanden 16 Bilder (von Häusern, Bergen, Bäumen und Autos) in schneller zeitlicher Abfolge gezeigt (100 ms / Trial) und die Probanden sollen ein um 90° gekipptes Targetbild identifizieren, was in unterschiedlichen zeitlichen Abständen auf ein irrelevantes Spinnenbild folgt. Wir erwarten, dass sich die Aufmerksamkeit von Spinnenphobikern im Vergleich zu nicht-phobischen Probanden nach der Präsentation eines irrelevanten Spinnenbildes langsamer ablöst und sich somit bei Spinnenphobikern auch bei großen Abständen zwischen Spinne und Target eine Beeinträchtigung der Targetidentifikationsleistung zeigt.

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Achieving Much at Little Expense – No Need to Learn the Easy Rules

Jessica Lehmann, Eva Kleinort & Kai Krautter

In this study, the performance in a figural matrices test was influenced by several kinds of test preparation differing in the number of trained rules that were required to solve the matrices. Surprisingly, participants might not profit from learning the easy rules, and there was no evidence for a possible transfer effect that they induce the difficult rules by themselves while knowing about the easy rules. However, teaching only the difficult rules might be sufficient or even superior in comparison to a full training where all the rules are explained.

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Macht Selbstkontrolle glücklich? Wie Zielrealismus und Selbstwirksamkeit das subjektive Wohlbefinden beeinflussen

Tabea Regh, Naomi Seewald & Melina Verburg

Um langfristige Ziele zu erreichen, wenden Menschen Selbstkontrolle auf. Diese sollte das Wohlbefinden bei einer realistischen Zielsetzung stärker beeinflussen, da unrealistische Ziele, ob mit oder ohne das Aufwenden von Selbstkontrolle, tendenziell eher nicht zur Zielerreichung und demnach zu Wohlbefinden führen, mit zunehmender Realisierbarkeit der Zusammenhang jedoch steigt. Diese Studie untersucht diese Annahme und gleichzeitig den Effekt, den die Erwartung der eigenen Selbstwirksamkeit auf den Zusammenhang von Zielrealismus und Wohlbefinden hat, wobei in den beiden Analysen zwischen hedonistischem und eudämonistischem Wohlbefinden unterschieden wird.

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Untersuchung der Testgüte des Verbal Knowledge Task zur Messung von Lexikalischem und Semantischen Wissens anhand der Itemqualität

Geraldine Müller, Jannik Daniel Sohn, Katharina Bollig & Priska Hinxlage

Auf der linken Seite des Posters ist dargestellt wie wir den Verbal Knowledge Task (VKT) zuerst analysiert, eingeteilt und dann mit statistischen Mitteln untersucht haben. In der Tabelle neben der Grafik für die Versuchspersonen können sie Beispiele für von uns als kritisch angesehene Items des VKTs sehen und welche Kriterien wir angelegt haben. In den Grafiken haben wir unsere Ergebnisse visualisiert und wie man sieht konnten wir unsere Hypothesen, nämlich, dass der VKT so wie er vorliegt, nicht geeignet ist lexikalisches oder semantisches Wissen zu messen, bestätigen.

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It started with a swipe because it caught my attention

Ginover Bey, Hannah Flegel, Anne Elisabeth Hammes & Natascha Steil

In der vorliegenden empirischen Arbeit wurde untersucht, wie der Zusammenhang zwischen zwei Testversionen zweier Modalitäten eines Aufmerksamkeitstests, genauer des neu entwickelten Blumentests, ausfällt. Als Modalitäten wurde die Smartphoneversion des Blumentests mit der Papierversion des Blumentests verglichen; darüber hinaus wurden die Ergebnisse dieser beiden Testmodalitäten mit denen des FAIR-2 verglichen. Obwohl bei dem Modalitätsvergleich nicht der erwartete Effekt von r = .30 gefunden wurde, zeigten sich kleine bis mittlere Effekte, die unter Berücksichtigung erläuterter Limitationen gesteigert werden könnten.

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Abschlussarbeitspreise 2020



Attention bias modification: A meta-analysis examining the change in attention bias and clinically relevant outcomes

Jonas Hinze (Betreuung: Benedikt Wirth)

Die Meta-Analyse beschäftigt sich mit der Modifikation der Aufmerksamkeitsverzerrung bei diversen Störungsbildern und den daraus möglicherweise hervorgehenden klinischen Verbesserungen der Patienten/Probanden. Aufgrund einer drastischen Vergrösserung des Datenpools im Vergleich zur letzten Meta-Analyse (Cristea, Kok, & Cuijpers, 2015) um bis zu 291% und einer adäquaten Berücksichtigung des standardmässig verwendeten Pretest-Posttest Designs, kann diese Meta-Analyse die Effektgrössen in der Population präziser schätzen.

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Private and Public Physical Display of Affection in Same-Sex and Different-Sex Couples

Yasmin Uyar (Betreuung: Janet Wessler)

Die Gesellschaft gewährt LGBTQ+-Paaren nicht dieselben informellen Rechte (z.B. Akzeptanz üffentlichen Kössens) wie heterosexuellen Paaren. Dieser gesellschaftliche Einfluss auf LGBTQ+ Paarbeziehung wurde bisher nur unzureichend beleuchtet. In dieser Studie wurde untersucht, (1) ob die Häufigkeit und das Gefallen an Darbietungen von physischen Zärtlichkeiten (physical display of affection = PDA) abhängig vom Kontext (Privat, Campus, Innenstadt) und des Paartyps variiert, (2) ob es einen Zusammenhang mit Indikatoren für die Liberalität des öffentlichen Kontextes gibt (Diskriminierung, Marginalisierung, wahrgenommene Gefahr) und (3) ob es einen Zusammenhang von Zärtlichkeit und Beziehungszufriedenheit gibt.

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What about free will? A meta-analysis on Libet-style experiments.

Moritz Braun (Betreuung: Malte Friese)

Die Frage, ob Menschen einen freien Willen haben, beschäftigt Philosophen und Denker bereits seit der Antike und liegt seit dem berühmten Libet-Experiment (Libet, Gleason, Wright, & Pearl, 1983), welches indiziert, dass unbewusste, handlungsvorbereitende Hirnaktivität einer bewussten Handlungsintention voraus geht und welches somit ein intuitives Konzept des freien Willens, dem zu Folge Menschen selbst – nicht unbewusste Hirnaktivität – die Urheber ihrer Handlungen sind, in Frage stellt, im Kern neurowissenschaftlicher und psychologischer Debatten. Die vorliegende Meta-Analyse fasst die Ergebnisse der letzten 35 Jahre Forschung in der Libet Tradition quantitativ zusammen und gibt Antworten auf die Fragen, (1) ob das 1983 gefundene Zeitmuster robust ist und repliziert werden konnte, (2) welche Variablen dieses Zeitmuster systematisch beeinflussen und somit, (3) ob wir das intuitive Konzept des freien Willens angesichts dieser neurowissenschaftlichen Erkenntnisse in Frage stellen sollten. Die Ergebnisse der Meta-Analyse zeigen auf, dass (1) nur eine geringe bis moderate Datenmenge bzgl. des Zeitmusters, insbesondere bzgl. der zentralen Zeitdifferenz zwischen unbewusster Hirnaktivität und bewusster Handlungsintention vorliegt, dass (2) die Datenlage für umfassende Moderatoranalysen nicht ausreichend ist sowie, dass (3) Interpretationen, die auf Grundlage dieses Zeitmusters das intuitive Konzept des freien Willens in Frage stellen, angesichts der mässigen vorhandenen Datenlage verfrüht erscheinen.

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Posterpreise 2019



Wie verhalten sich die schnelle Konsolidierung durch Retrieval Practice und Schemakongruenz zueinander?

Pauline Arndt, Sophie Birk, Katharina Karr & Lea Siegel

Zwei Phänomene der Gedächtnisforschung bestehen darin, dass Informationen, die wiederholt aktiv abgerufen werden, besser erinnert werden, genauso wie solche, die in bereits vorhandene Wissensstrukturen, sogenannte Schemata, integriert werden können. Diese beiden Effekte - der Testing-Effekt und der Schemakongruenz-Effekt - zeigten sich auch in unserer Studie. Da die Interaktion der beiden Faktoren, welche wir in unserer Studie erstmals untersuchten, nicht signifikant war, kann nicht darauf geschlossen werden, dass sie auf der gleichen Art der schnellen Konsolidierung beruhen.

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What motivates you? Eine Veränderung subjektiver Bedeutung von Belohnung im Jugendalter

Evelyn Beyer, Janina Gimler, Theresa Halder & Anna-Lena Schön

Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass Jugendliche eine erhöhte Sensitivität gegenüber Belohnungen zeigen als Kinder und Erwachsene. Diese Studie untersucht die Veränderung der persönlichen Belohnungspräferenz von extrinsischen Belohnungen (Geld, Säßigkeit, Lob) und intrinsischen Belohnungen (Erfolgsgefühl) über das Alter und in Abhängigkeit von Gewinn- und Verlustbedingungen, sowie den Einfluss des Verhaltensaktivierungssystems (BAS). Verglichen werden dazu Kinder und Jugendliche (frühes, mittleres und spätes Jugendalter) und deren Wahlverhalten von Belohnungen in fiktiven Situationen mit Belohnungserhalt oder Belohnungswegfall.

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Probabilistisches Lernen: Anpassung antizipatorischer Sprachverarbeitung nach Erwartungsverletzungen

Jakob Braun, Paula Fischer & Benjamin Siebert

Da es in psycholinguistischer Forschung Konsens ist, dass aufgrund des Satzkontextes erwartbare Wörter schneller gelesen werden als unerwartete, haben wir in einer Self-Paced-Reading Studie untersucht, wie Lesezeiten sich verändern, wenn Erwartungen der Leser häufig verletzt werden. Es werden Lesezeitenunterschiede in zwei aufeinanderfolgenden Testhälften verglichen, die jeweils gleiche Anteile an erwartungskongruenten und -inkongruenten Items enthalten. Der signifikante Interaktionseffekt bestätigt die Hypothese, dass Leser ihre Erwartungen implizit an die sprachliche Umgebung anpassen, d.h. in der zweiten Hälfte gibt es keinen erkennbaren Unterscheid zwischen den Lesezeiten der erwartungskongruenten und -inkongruenten Items mehr.

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Abschlussarbeitspreise 2019



Dismantling Decision-Making under Known Risk in Adolescence – On the influence of decision features and individual factors

Barbara Kreis (Betreuung: Corinna Lorenz)

Ob Jugendliche im Allgemeinen riskantere Entscheidungen treffen als Kinder und Erwachsene ist derzeit umstritten und es liegen zahlreiche inkonsistente Befunde zur Entwicklung des Risikoverhaltens im Jugendalter vor. Im Rahmen dieser Bachelorarbeit wurde erforscht, ob es Altersunterschiede im Risikowahlverhalten auch dann gibt, wenn die Möglichkeit einer sicheren Option bei einer Entscheidung vorhanden ist, wobei systematisch untersucht wurde, ob das Risikoverhalten einerseits von der Valenz des Anreizes (Gewinne maximieren, Verluste minimieren) und andererseits von dem Erwartungswert (Berücksichtigung des Wertes und der Wahrscheinlichkeit des Ereignisses) abhängig ist, sowie von individuellen Unterschieden im Arbeitsgedächtnis. Zentrale Befunde der Arbeit sind, (a) dass mehr Risiko in Verlust- als in Gewinnbedingungen eingegangen wird, (b) Jugendliche nicht grundsätzlich mehr Risiko eingehen, sondern sich die Fähigkeit vorteilhafte und nachteilige Risiko-Optionen zu unterscheiden in der Jugend entwickelt (c) und dass der Zusammenhang zwischen Alter und Risikowahlverhalten durch Arbeitsgedächtnis-Kapazität vermittelt wird.

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Nicht erwähnt ist Wahrheit genug! - Personaler Impression Management unter dem Einfluss der Bewerberanzahl

Annika Isabella Scheuß (Betreuung: Dr. Markus Langer)

In der Personalauswahl steigt die Nutzung neuer Technologien (Brenner, Ortner & Fray, 2016). Im Gegensatz zu klassischen Einstellungsinterviews rufen technologische Verfahren allerdings eher negative Bewerberreaktionen hervor (Chapman, Uggerslev & Webster, 2003). Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, sind Unternehmenspräsentationsvideos. In diesen kann sich der Personaler als Verantwortlicher im Auswahlprozess vorstellen und das Unternehmen sowie die Stelle beschreiben (Brenner, 2016). Der Personaler als Repräsentant des Unternehmens nimmt eine besondere Rolle ein, da er durch sein Verhalten Einfluss auf den Bewerber nehmen kann. Hierfür kann er sich Impression Management Techniken zu Nutze machen. Unter Impression Management kann man in diesem Kontext sowohl offensive Taktiken, wie das besondere Hervorheben positiver Unternehmensaspekte, verstehen, als auch defensive Vorgehensweisen, wie das absichtliche Verschleiern oder Verschweigen negativer Unternehmensaspekte (Levashina & Campion, 2007). Weiterhin ist anzunehmen, dass bestimmte organisationale Umstände das Verhalten des Personalers maßgeblich beeinflussen (Rynes, 1988). Ein wichtiger organisationaler Umstand ist die Bewerberlage, die sich in Form einer Bewerberknappheit zeigen kann.

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Auswirkungen digitaler Überwachung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Julia Elena Hentze (Betreuung: Rudolph Siegel)

Die Masterarbeit untersuchte als erste deutsche Studie das Ausmaß elektronischer Überwachung (sog. Electronic Monitoring) in Unternehmen und deren Zusammenhang mit dem Mitarbeiterwohlbefinden. In einer großen, repräsentativen Fragebogenstudie mit N = 388 Produktionsmitarbeitenden aus 29 saarländischen Industrieunternehmen wurde der Zusammenhang zwischen elektronischer Überwachung und Arbeitszufriedenheit, Stressempfinden und Work Engagement untersucht sowie erstmalig die moderierenden Variablen Betriebsrat, partizipativer Führungsstil und wahrgenommener Zweck der Datenerfassung betrachtet. Die Arbeit hat praktische Implikation für Forschung und Praxis, da erstmals nachgewiesen wurde, dass digitale Überwachung auch in Deutschland in beachtlichem Ausmaß stattfindet und dass diese ein Stressfaktor für die Arbeitenden darstellt, wobei die Arbeit des Betriebsrates, ein partizipativer Führungsstil und der wahrgenommene Zweck diesen Zusammenhang teilweise moderieren und mediieren.

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Sex Drive in Everyday Life: Characteristics, Antecedents, and Consequences of Sexual Fantasies, Desires, and Activities

Marcel Weber (Betreuung: Prof. Dr. Malte Friese)

“Sex sells… because it matters“: Trotz der großen Bedeutung sexueller Bedürfnisse für das individuelle Wohlergehen einer Person und das Zusammenleben in Paarbeziehungen wurden zentrale Aspekte der Alltagsrelevanz menschlicher Sexualität bisher unzureichend beleuchtet. Das aktuelle Forschungsprojekt untersuchte, (1) wie häufig vergebene Erwachsene sexuelle Fantasien, Verlangen und Aktivitäten im Alltag erleben, (2) welche Faktoren diese Häufigkeit beeinflussen und (3) inwiefern sich sexuelle Motivation auf nicht-sexuelles Erleben und Verhalten auswirkt.

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Posterpreise 2018



Risiko in der Jugend - Safe Play oder All In? Auswirkung der Domäne auf Risikotendenz und Erwartungswertsensitivität im Jugendalter

Marina Berg, Helena Kilger & Simona Schäfer

Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass Jugendliche mehr Risiko eingehen als Kinder und Erwachsene. Im Verlauf dieser Entwicklung spielen verschiedene situative Randbedingungen eine große Rolle. Diese Studie untersucht die Auswirkung von Domänenunterschieden (Gewinn vs. Verlust) auf die Tendenz, Risiko einzugehen, und auf die Rationalität der Risikoentscheidungen (Erwartungswertsensitivität). Verglichen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in einer adaptierten Version der CUPS Task (die Schatzsuche-Aufgabe), in der Domäne, Risiko und Erwartungswert unabhängig voneinander manipuliert werden können.

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Zusammenhang zwischen dopaminerger Aktivität im menschlichen Gehirn und der olfaktorischen Wahrnehmungsschwelle

Kathrin Bach, Sara Faradji, Elena Niebrandt & Annette Theresa Schnorbach

Viele Erkrankungen, wie beispielsweise M. Parkinson oder Schizophrenie sind zum einen mit einem gestörten Dopaminhaushalt, zum anderen aber auch mit Veränderungen in der Riechleistung assoziiert. In dieser Studie wurde erstmals ein direkter Zusammenhang zwischen dopaminerger Aktivität (DA), operationalisiert durch die Blinkrate (BR), und der Riechleistung, gemessen mittels einer sogenannten Sniffin’ Sticks-Testung, untersucht. Auch wenn die Testpower im Rahmen des empirischen Praktikums nicht ausreichte, um eine signifikante Korrelation zu finden, liefert diese Studie bereits vielversprechende Ansätze für weitere Forschung und Implikationen für die Praxis: so könnten beispielsweise Riechtestungen direkt zur Früherkennung von psychischen Krankheiten oder zur Identifikation möglicher Risikopatienten genutzt werden.

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Alexithymie und der Aufmerksamkeitsbias auf emotionale Gesichter in der Dot-Probe Task

Laura-Katharina Meyer, Carola Neuhäuser, Kim Petersen & Lisa Peuckmann

Alexithymie bezeichnet ein Defizit in der emotionalen Verarbeitung, das mit einer Vielzahl klinischer Störungen einhergeht. Die vorliegende Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Alexithymie und dem Aufmerksamkeitsbias auf emotionale (wütende und fröhliche) Gesichter in der Dot-Probe Task. Zwar zeigte sich ein signifikanter Aufmerksamkeitsbias auf fröhliche Gesichter, jedoch war weder der Bias auf fröhliche Gesichter, noch der Bias auf wütende Gesichter signifikant mit Alexithymie korreliert.

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Preise für innovative Abschlussarbeiten 2017



Die Vorhersage von Risikoverhalten – Eine Analyse der differentiellen Vorhersagekraft des mütterlichen und väterlichen Erziehungsstils

Franziska Lenau

Das Ziel dieser Studie war es zu überprüfen, ob Mütter und Väter in ihren Erziehungsstilen unterschiedlich zur Entwicklung von abweichendem Verhalten bei den Kindern beitragen. Da Erziehung subjektiv erlebt wird, wurde das Erziehungsverhalten sowohl durch die Eltern selbst als auch von den Kindern eingeschätzt und als Prädiktor für das abweichende Verhalten der Kinder betrachtet. Weil die Erziehung auf einen bestimmten Charakter des Kindes trifft, der auch genetisch bedingt ist, wurde in einer weiterführenden Betrachtung untersucht, inwiefern genetische Faktoren für das Zusammenspiel zwischen Eltern und Kindern eine Rolle spielen.



Zusammenhänge zwischen Recall-to-Reject und EKPs

Rudolf Siegel

In Paar-Assoziations-Aufgaben mit Wortpaaren zeigten sich unterschiedliche Befunde für rekombinierte Wortpaare auf der Ebene der ereigniskorrelierten Potentiale. Es wurde untersucht, ob diese Unterschiede auf einen Gedächtnisprozess namens Recall-to-Reject zurückgeführt werden können.



Akzeptanz computerbasierter Auswahlprozesse und der Einfluss von Computererfahrung, Computerselbstwirksamkeit und prozeduraler Information

Andromachi Fitili

Innovative Technologien bringen eine ständige Veränderung der Personalrekrutierungsprozesse mit sich und dabei ist die Reaktion und die Akzeptanz der Bewerber auf diese noch unbekannt. Daher untersucht diese Arbeit die Akzeptanz des virtuellen Interviews aus der Bewerbersicht, sowie den Einfluss von Computererfahrung, Computerselbstwirksamkeit und prozeduraler Information auf diese. Letztendlich bieten die Ergebnisse dieser Untersuchung Erkenntnisse über die Bewerberakzeptanz neuartiger, computerbasierter Auswahlprozesse, von welchen Unternehmen durch Berücksichtigung bei der Konstruktion ihrer Rekrutierungsprozesse profitieren können.


Posterpreise 2017



Hat Belohnung einen retroaktiven Einfluss auf Gedächtnisinhalte?

Kevin Müller, Hanna Stein & Sophia Wingen

Wir haben untersucht, ob Belohnung das Gedächtnis rückwirkend positiv beeinflussen kann. Mit Hilfe einer Münze und einem Ton haben wir eine Kategorie von Items, entweder Tierbilder oder Gegenstandsbilder positiv belegt. In einem Gedächtnistest am nächsten Tag haben wir dann überprüft, ob die belohnten Items, die die Probanden in einer vorherigen Phase gesehen haben, besser erinnert wurden.

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Von Milchtaxis und Flügeluhren. Ist es möglich durch Unitarisierung die Schlafkonsolidierung zu umgehen?

Sarah Gratz, Michelle Reiter & Yasmin Uyar

Mit unserem behavioralen Innerhalb-Versuchspersonen-Design untersuchten wir, ob unitarisierte Inhalte den Hippocampus und somit die Schlafkonsolidierung umgehen. Dabei fanden wir entgegen unserer Erwartung keine Interaktion für Encodierbedingung (Definition, Satz) und Retentionsintervall (Wach, Schlaf) in der Gedächtnisleistung über 24 Stunden. Weitere Forschung ist u.a. zur circadianen Abhängigkeit von Unitarisierungseffekten nötig, da wir an Tag 1 und 2 morgens signifikante Differenzen für die an Testzeitpunkt 1 relativierte Gedächtnisleistung zwischen den Encodierbedingungen Definition und Satz fanden.





Wie Emotionen durch Unitarisierung Vertrautheit beeinflussen

Johanna Dörr, Franziska Herrmann & Simone Noh

Untersucht wurde der Einfluss von (negativer) Emotion auf Gedächtnisprozesse im assoziativen Gedächtnis. Unitarisierung in der emotionalen Bedingung sollte zu größerer Vertrautheit führen als in der neutralen Bedingung. Der vertrautheitsbasierte Gedächtnisabruf sollte sich durch einen frühen Alt/Neu-Effekt zeigen.

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Posterpreise 2016



Können diese Augen lügen? Bewusste Gedächtnisunterdrückung im blickbasierten Tatwissenstest

Annika Conrad, Rebecca Eiswirth, Veronika Lazar & Annika Leib

Frühere Studien konnten zeigen, dass mithilfe des blickbasierte Tatwissenstest tatrelevantes Wissen aufgedeckt werden kann. Unsere Studie untersuchte die Möglichkeit dieses Tatwissen mithilfe des Think-/No-Think-Paradigmas aktiv zu unterdrücken und überprüft somit die Güte des blickbasierten Tatwissenstest.

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Einfluss der Emotionalität des Feedbacks auf das Lernen und die neuronale Feedbackverarbeitung

Christina Müller, Sina Kannengießer & Yuexin Cao

Grundlage für eine effiziente Verhaltensanpassung beim Lernen ist Feedback. Der Einfluss von Emotionen auf die Verarbeitung von positivem und negativem Feedback wurde bisher kaum untersucht. Ziel unseres Projekts war zu untersuchen, ob man mit emotionalem Feedback (Freude vs. Ekel) besser lernt als mit neutralem Feedback. Unsere Ergebnisse zeigen in der Tat schnellere Reaktionen zu Beginn des Lernens bei emotionalem als neutralem Feedback. Allerdings fanden sich keine Unterschiede zwischen den Bedingungen in der neuronalen Feedbackverarbeitung.

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Lernen mit Freude und Ekel: Wie wirkt sich emotionales Feedback auf das Lernen und die Fehlerverarbeitung aus?

Lynn Janzen, Leon Porsch & Frank Riepshoff

Unsere Empra-Gruppe hat sich mit der Wirkung von emotionalen Kontexten auf das menschliche Lernverhalten beschäftigt. Die Fragestellung war, wie sich emotionales Feedback auf die Probanden in einer Lernaufgabe auswirkt und dafür Antwortgenauigkeit, Reaktionszeiten sowie eine bestimmte Komponente im EEG erfasst, die Error-related-Negativity. Dieser negative Ausschlag wird im EEG sichtbar wenn Menschen Fehler machen und sollte in der emotionalen Bedingung grösser sein. Den erwarteten Effekt haben wir zwar nicht gefunden, dafür aber eine robuste ERN, was immerhin bedeutet, dass dieser Befund gut replizierbar ist.

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Preis für innovative Bachelorarbeiten 2016



Der Einfluss kognitiver Reserve auf Kontextverarbeitungsfähigkeiten bei älteren Menschen - behaviorale und neuronale Einsichten.

Chiara Schütz

Die Verarbeitung von Kontextinformation stellt eine grundlegende Fähigkeit des Menschen dar, die Voraussetzung für jedes zielgerichtete, willentliche Handeln ist. Im höheren Lebensalter führen Abbauprozesse zu Leistungseinbußen in dieser Fähigkeit sowie zu Veränderungen in entsprechenden Arealen im Gehirn, im speziellen zu funktionellen Veränderungen im dorsolateralen präfrontalen Cortex (DLPFC). Im Rahmen der Bachelorarbeit wird untersucht, ob hierbei eine hohe kognitive Reserve – darunter versteht sich eine allgemeine kognitive Kapazität, die jeder in unterschiedlichem Ausmaß über die Lebensspanne durch geistig stimulierende Aktivitäten aufbaut – solche altersbedingte Einbuße in Kontextverarbeitungsfähigkeiten und funktionellen Veränderungen im DLPFC abmildern kann, um vielmehr ein „erfolgreiches“ Altern zu ermöglichen.


Kontakt:

Prof. Dr. Jutta Kray

Tel: 0681/302-3876

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